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Aufteilung des Strompreises in Deutschland
1. Energiebeschaffung und Vertrieb (~30-40%)
- Stromerzeugung: Kosten für die Produktion des Stroms (z. B. aus Wind, Solar, Kohle, Gas).
- Vertriebskosten: Kosten für den Verkauf und die Vermarktung des Stroms.
2. Netzentgelte (~20-25%)
- Netznutzung: Gebühren für den Transport und die Verteilung des Stroms über die Netze.
- Instandhaltung und Ausbau: Finanzierung der Netzinfrastruktur, insbesondere für erneuerbare Energien.
3. Steuern und Abgaben (~40-50%)
- EEG-Umlage (bis 2022): Förderung erneuerbarer Energien (ab 2022 aus dem Bundeshaushalt).
- KWK-Umlage: Unterstützung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen.
- Offshore-Haftungsumlage: Finanzierung von Offshore-Windparks.
- §19-StromNEV-Umlage: Entlastung energieintensiver Unternehmen.
- Umlage für abschaltbare Lasten: Förderung der Versorgungssicherheit.
- Stromsteuer: Gesetzlich festgelegte Steuer (2,05 Cent/kWh).
- Mehrwertsteuer: 19% auf den Gesamtpreis (Stromkosten + Abgaben).
Änderungen und Entwicklungen
- EEG-Umlage abgeschafft (2022): Förderung erneuerbarer Energien wird direkt aus dem Bundeshaushalt finanziert.
- Steigende Netzentgelte: Ausbau der Netzinfrastruktur führt zu höheren Netzkosten.
- Marktpreise: Energiebeschaffungskosten variieren je nach globalen und wirtschaftlichen Entwicklungen.
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